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Presse
15.10.2026

Investorensuche für Purity Schweißtechnik & Montage gestartet

Purity PM

Spezialist für hochreine Anlagen und Reinstmediensysteme setzt Geschäftsbetrieb trotz Insolvenzantrag uneingeschränkt fort

Hermeskeil/Trier, 15.10.2026: Über das Vermögen der Purity Schweißtechnik & Montage GmbH aus Hermeskeil hat das Amtsgericht Trier am 28.09.2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet (Az. 23 IN 158/26). Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Alexander Lamberty LL.M. von der Trierer Kanzlei Professor Schmidt, Grünewald und Partner mbB eingesetzt. Der Betrieb läuft derzeit ohne Einschränkungen weiter.

Seit 2019 konzentriert sich PURITY PSM auf den spezialisierten Anlagenbau: Das Unternehmen übernimmt Schweiß-, Montage- und Installationsarbeiten an hochreinen Anlagen und Reinstmediensystemen. Kundenschwerpunkte liegen in den Bereichen Halbleiter-, Pharma- und Lebensmittelherstellung; zu den Auftraggebern gehören auch Anlagenbauer und Industriegase-Versorger. Vom Verwaltungssitz im rheinland-pfälzischen Hermeskeil aus betreut das Unternehmen Kundenprojekte im In- und Ausland. Insgesamt kommen derzeit 24 hochqualifizierte eigene Fachkräfte sowie bis zu 30 selbständige Schweißexperten zum Einsatz.

Hintergrund der Insolvenz sind mehrere Faktoren: Anfang 2026 wurden mehrere Großprojekte abgeschlossen, während sich Anschlussaufträge aufgrund einer spürbaren Investitionszurückhaltung der Kunden verzögern. In der Folge ging der Umsatz erheblich zurück und die Liquidität geriet unter Druck. An der Nachfrage nach den Spezialleistungen von PURITY PSM hat sich dagegen nichts geändert – alle Mitarbeiter sind weiterhin durchgehend bei Kunden im Einsatz.

„Wir möchten den Geschäftsbetrieb der Purity Schweißtechnik & Montage GmbH, den wir derzeit ohne Einschränkungen fortführen, möglichst kurzfristig in gute Hände übergeben“, erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Alexander Lamberty LL.M. Um eine langfristige Perspektive zu schaffen, hat der vorläufige Insolvenzverwalter zusammen mit der Geschäftsführung einen strukturierten Investorenprozess angestoßen, den die Trierer MENTOR AG begleitet. Angestrebt wird eine übertragende Sanierung im Wege eines Asset Deals. Denkbar ist dabei sowohl eine eigenständige Fortführung als auch die Integration in die Strukturen eines nationalen oder internationalen Wettbewerbers. Ebenso kommen Investoren mit passenden industriellen Beteiligungen sowie solche Investoren in Betracht, die einen eigenständigen Bedarf an hochqualifizierten Schweißexperten haben.